Südkalifornien: Carmel-by-the-sea und Big Sur

Posted on May 8, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Eigentlich hatte ich ja vor, mich schon gestern morgen auf meine Reise über Südkalifornien Richtung Grand Canyon, das Death Valley und den Yosemite National Park zu machen. Auf ungute Weise mußte ich feststellen, daß East Palo Alto für Autofahrer keine allzu gute Gegend ist - böse Gangsta hatten mir in der Nacht das Navigationssystem aus dem Handschuhfach geklaut. Das allein wäre ja noch zu verkraften gewesen, aber um an das Handschuhfach zu kommen, hatten die Übeltäter natürlich den direkten Weg durch das Seitenfenster genommen. “Jerks” meinte die Lady von der Autovermietung immer wieder und ich kann ihr da nur zustimmen, denn das Austauschen des Wagens hat mich einen ganzen Tag gekostet und jede Menge Nerven. Immerhin bin ich versichert und muß die Scheibe nicht bezahlen; die 7 Dollar mehr pro Tag haben sich also schon ausgezahlt.

Carmel-by-the-sea

Doch heute morgen ging es dann los; erste Station war Carmel-by-the-sea. Der Ort, südlich von Monterey gelegen, hat nichts mit Höckertieren zu tun, sondern ist eine ehemalige Künstlercommunity, die den üblichen Weg von einer alternativen, angesagten Rückzugsort der Bohéme zu einem exklusiven, etwas spießigen Örtchen hinter sich hat. Immerhin legen die Anwohner (mit Ausnahmen, siehe die Gallerie) Wert auf eine etwas reduziertere Ästhetik: Neonreklamen, überdimensionale Anzeigetafeln und fliegende Händler, wie man sie in Monterey sieht, sind hier verpönt.

The Big Sur

Kurz hinter Carmel-by-the-sea beginnt dann der Big Sur, eine 130 Meilen lange Küstenstraße, die sich in schier endlosen Serpentinen dahinzieht - das ist so ziemlich genau das, was man sich gemeinhin unter Kalifornien vorstellt; die Aussicht ist wirklich atemberaubend. Da ich alle paar Meter einen Vista Point mit jedes Mal überwältigendem Panorama passierte, bin ich nur langsam vorangekommen. Wer einmal in Kalifornien ist, dem kann ich den Big Sur nur ans Herz legen, es lohnt sich wirklich - selbst bei so wechselhaftem Wetter, wie ich es heute hatte.

Jetzt sitze ich gerade in einem Motelzimmer in der Nähe von San Simeon, klopfe mir den Sand aus den Schuhen und versuche, trotz mieser Internet-Verbindung Bilder hochzuladen. Außerdem plane ich meinen weiteren Trip: Morgen will ich Santa Barbara im Süden passieren und mache mich von dort aus nach Osten Richtung Vegas auf (auf der I-40, die ich schon aus Knoxville kenne). Weitere Bilder und Berichte folgen also, sobald ich es schaffe, wieder online zu gehen.

Monterey

Posted on May 5, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Panorama vom Blick auf den Pazifik

Am Sonntag war ich mit Chrissi, Nicci, Gregor und Alena in dem etwa 1,5h entfernten Monterey. Das ist ein ehemaliger Fischerei-Ort, der inzwischen zu einer überdimensionalen Touristenfalle ausgebaut wurde. Jeder zweite Postkartenladen oder Abfalleimer ist nach John Steinbeck benannt (dessen Buch “Cannery Row” in der gleichnamigen Straße in Monterey spielt). Es gibt Straßenhändler, die Kunst verkaufen (als “Art” geht, glaube ich, in den USA alles durch, was nicht industriell gefertigt wurde) und natürlich auch ein “Bubba-Gump-Shrimp“-Restaurant. Es steht wohl außer Frage, wo wir als gut erzogene deutsche Touristen zum Essen waren. :-)

San Francisco

Posted on May 4, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Pier-39: Panorama

Am Mittwoch abend bin ich in Palo Alto angekommen, wo ich Chrissi und ihre Mitbewohnerin Nicci besuche. Am ersten Abend waren wir schon am Strand (an der Half Moon Bay). Bemerkenswerterweise kann es hier in Kalifornien - gerade abends und nachts - saukalt werden, irgendwie waren meine Vorstellungen von dauerheißem Baywatch-Klima nicht ganz zutreffend. In San Francisco habe ich natürlich das übliche Touristenprogramm absolviert - die Golden Gate Bridge überquert (per pedes), Pier 39 besucht, Cable Car gefahren, nur Alcatraz habe ich mir gespart. Heute nachmittag geht es dann nach Monterey; für Bildernachschub in den nächsten Tagen ist also gesorgt. :-)

Cubicles, “german” coffee und Oppenheimers Erbe: Mein Arbeitsplatz

Posted on January 3, 2008 by Johannes.
Categories: Arbeit.

Nachdem ich mich über die Feiertage und Silvester mit einer ziemlich hartnäckigen Gripppe herumgeplagt habe, ist eine längere Pause entstanden. Jetzt, zu Beginn des neuen Jahres, ist es also höchste Zeit geworden, das Bloggen wieder aufzunehmen und zwei Themen muß ich mich dringend einmal widmen: Erstens will ich ein paar Worte über meinen Arbeitsplatz hier in Knoxville verlieren. Und zweitens … da ich immer mal wieder gefragt werde, was jemand, der Informationsdesign (?) mit dem Schwerpunkt Interaktionsdesign (?!) studiert hat, als Usability Engineer (?!?!?!) eigentlich überhaupt so macht (oder zumindest regelmäßig freundlich-fragende Blicke ernte, wenn ich meine Ausbildung erwähne), sollte ich mir mal Mühe geben, auch diese Frage demnächst einmal kurz und knackig zu beantworten. Doch zuerst zur Firma.

(more…)

Take a stand!

Posted on December 16, 2007 by Johannes.
Categories: Sonstiges.

We want YOU! for neighborhood watchEin Zettel mit dieser Aufschrift hing vor einiger Zeit an meiner Tür - darin wurde ich informiert, daß in meinem Apartmentkomplex eine Nachbarschaftswache existiert, der ich mich gerne anschließen kann. In letzter Zeit versucht man hier offenbar den Sicherheitsaspekt herauszustreichen. Was ja an und für sich löblich ist, wenn man davon absieht, daß ich mich hier in einer sehr sicheren Gegend wähne. Es gehört offenbar für jede Apartmentverwaltung zum guten Ton, ihre Mieter - mehr oder weniger effektiv - von der Außenwelt abzuschotten. Und genau das ist der Punkt, denn der Sinn mancher Maßnahme bleibt mir verschlossen. So wird bereits am späten Nachmittag das Tor zum Parkplatz vor meinem Haus geschlossen. Und mit “geschlossen” meine ich richtig zugesperrt, denn im Gegensatz zu anderen Apartmentsiedlungen handelt es sich hier nicht um ein automatisches Tor, das nur Anwohner öffnen können, sondern um eine massive Kette mit Vorhängeschloß.

(more…)

Mammoth Cave National Park

Posted on December 9, 2007 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Am Samstag abend kamen wir dann in Cave City, Kentucky, an und mieteten ein Zimmer in einem Super8-Motel. Das war auch nicht teurer als das Day’s Inn in Chicago, aber dafür wesentlich schöner und auch sauberer.

Am nächsten Tag ging’s dann in den Mammoth Cave National Park, das weltweit größte bekannte Höhlensystem. Von den insgesamt 365 kartierten Meilen sind wir allerdings nur vier abgegangen. Das war gemütlicher als ich mir vorgestellt hätte - der komplette Weg kann von festinstallierten Lampen beleuchtet werden, die beim Passieren eingeschaltet werden. Da der Pfad seit Jahrzehnten von Besuchergruppen ausgetreten wird, ist der ehemals lockere Schutt inzwischen hart und wirkt fast wie betoniert; alle paar Minuten gabs einen Rastplatz, oft sogar mit Toiletten und an einem Rastplatz kann man sich sogar Essen kaufen - wenn man nicht einmal 4 Stunden ohne Nahrung durchhält.

Obwohl also nicht wirklich körperlich fordernd, war das jedoch eine interessante und spannende Erfahrung. Unvergesslich ist mir vor allem der Moment, als der Ranger alle Lampen ausschaltete und es für einige Momente stockdunkel und absolut still war.

Meine Kamera ist zwar nicht wirklich geeignet für Nachtaufnahmen, aber ein paar von Christians Bildern sind was geworden - so kriegt man zumindest einen gewissen Eindruck:

Chicago

Posted on by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Über Thanksgiving und das darauffolgende Wochenende waren Sebastian, Christian und ich auf einm Kurztrip in Chicago. Die “Windy City” machte ihrem Namen alle Ehre: es war ziemlich frisch bis saukalt. (Ganz im Gegensatz zu Tennesse, wo es tagsüber noch angenehm mild bis warm ist.

(more…)

And so it begins …

Posted on by Johannes.
Categories: Website.

Zugegeben, ich hatte es schon vor Ewigkeiten angekündigt. Aber jetzt ist mein Blog endlich online. Hier werde ich in Zukunft regelmässig über die wichtigen - und weniger wichtigen - Dinge in meinem Leben berichten. Wenn möglich, sogar mit Bildern und in Farbe.

(more…)