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Johannes Kling is in Edinburgh until September 9th.
Gelegentlich habe ich mich gefragt, was das rote Haus oberhalb der Seilbahn ist, das man vom Fenster meines Büros in Adliswil auf einem Berg sehen kann. Seit diesem Sonntag weiss ich: Es handelt sich um das Restaurant Felsenegg - am Wochende war eine frühere Kollegin aus Deutschland zu Besuch, mit der ich am Sonntag eine Wanderung vom Uetliberg (dem Hausberg der Zürcher) auf dem Planetenweg nach Felsenegg unternommen habe. Die Aussicht war fantastisch - leider hatten wir keine Kamera dabei, darum muss ich stellvertretend ein Bild der Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg verwenden. Der Himmel war übrigens etwas blauer als auf dem Bild.
Die Tage davor hatten wir leider nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter - am Freitag war ich mit Maria und Bekannten von ihr auf der Seebühne, wo es im Rahmen des zweiwöchigen Theaterspektakels ein wirklich fantastisches Konzert des Ukulele Orchestra of Great Britain gab - vor der Kulisse des Zürichsees waren die Ukulele-Interpretationen von Liedern wie genial. Schade - wenn auch der guten Stimmung nicht abträglich - waren die heftigen Regengüsse, von denen die meisten Zuschauer dank der Überdachung weitestgehend verschont blieben, die aber den kaum geschützten Musikern und ihren Instrumenten - fünf Ukulelen und einer “Bass-Ukulele” - ziemlich zusetzten. Dem hatten die Ukulelen-Virtuosen jedoch ihren trockenen britischen Humor entgegenzusetzen (”The good thing about the rain is that it’s keeping the flies down”) und enorme Standfestigkeit: unbeirrt zogen die Sechs das Konzert durch - der Stehapplaus am Ende war hundertprozentig verdient.
Am Samstag machten wir eine Stadtour, erstiegen den Karls-Turm im Grossmünster (von dem man einen tollen Blick auf die Stadt hat) und statteten auch dem Fraumünster einen Besuch ab, das fantastische Kirchenfenster von Giacometti und Chagall besitzt (letztere natürlich auch mit den obligatorischen Viecherln - allerdings ausnahmsweise keine Ziegen mit Saiteninstrumenten - weder Geigen noch Ukulelen). Das Kultur-Programm rundeten wir mit einem Besuch im Kunsthaus ab, in dem es nicht nur eine fantastische Sammlung von Gegenwartskünstlern gibt, sondern auch eine riesige Ausstellung von Impressionisten und Alten Meistern. In der Bahnhofshalle stolperten wir dann - angezogen von lauter Trommelmusik - zufällig auch noch über ein Indien-Festival anlässlich der sechzigjährigen Freundschaft zwischen Indien und der Schweiz.
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