Nächste Reisen
Johannes Kling is in Edinburgh until September 9th.
Die erste Arbeitswoche in Zürich liegt hinter mir - nachdem ich unter der Woche abends kaum Zeit und Energie zum Bloggen habe, nutze ich dieses Wochenende, um mal etwas zu meinem neuen Zuhause hier zu posten. Kaum angekommen, habe ich glücklicherweise sehr schnell einen Platz in einer 2er-WG gefunden: Mein Mitbewohner Martin ist Informatiker und ein sehr netter und entspannter Typ. Unsere Wohnung liegt sehr zentral am Limmatplatz. Auf dem Bild rechts sieht man den Blick, den wir von unserem Balkon im dritten Stock haben. Infrastrukturmäßig ist die Lage genial, wir sind nur 2 Straßenbahn-Stationen vom Hauptbahnhof entfernt und haben perfekte Einkaufsmöglichkeiten (nur an die europäischen Öffnungszeiten muß ich mich erst wieder gewöhnen), eine hohe Kneipendichte und eine feine Laufstrecke an der Limmat entlang.
Für eine WG ist die Wohnung geradezu perfekt, da jeder sein eigenes Bad hat und 2 Zimmer; das große Wohnzimmer - und die 70er-Jahre-Küche
- teilen wir uns. Einrichtungsmäßig ist es in meinen Zimmern im Moment allerdings noch etwas spartanisch; einen Schrank und einen Schreibtisch hat Martin mir netterweise abgetreten und sonst setze ich für die erste Zeit auf Aufblasmöbel.
Nun ist es offiziell: Ab Mitte Juni werde ich eine Stelle als User Experience Specialist bei einem Versicherungsunternehmen in der Nähe von Zürich antreten. Daß ich diese Stelle gefunden habe, war auch enormes Glück, denn sie ist in vieler Hinsicht quasi auf mich zugeschnitten. Am 16.06. geht es dann offiziell los mit einem enorm spannenden Projekt in einem sehr coolen Team.
Web 2.0 hat den Bewerbungsprozeß enorm erleichtert, beziehungsweise erst möglich gemacht: Die Stelle habe ich über das User Experience Forum auf XING gefunden. Dank Skype hatte ich die erste Videokonferenz mit meinem Chef noch während meines Urlaubs in Kalifornien. Nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch in Zürich letzte Woche dauerte es gerade mal einen Tag, bis ich die Rückmeldung bekam, daß ich die Stelle haben kann. Vorgestern kam mein Vertrag an - der komplette Bewerbungsprozeß war also trotz der zeitweise großen Distanzen in nicht einmal 4 Wochen erledigt – so muß es sein.
Die vergangene Woche habe ich bei Freunden in München verbracht; ab Montag bin ich dann wieder in Zürich und kümmere mich um so Dinge wie Unterkunft, Telefon, das obligatorische Schweizer Nummernkonto etc. Da nächste Woche im Rahmen des Projektes ein Usability-Test durchgeführt wird, kann ich schon nächste Woche ein paar Tage in der Firma sein und einige Beteiligte vorab kennenlernen.
Unnötig zu sagen, daß ich mich wie ein Schnitzel auf Zürich und die neue Arbeit freue.
Das am Pudget Sound gelegene Seattle war die letzte Station meiner Westküsten-Tour.
Ich hatte nicht ganz so viel Zeit für die Stadt, wie ich mir gewünscht hätte, da ich kurz nach der zweitätigen Hinfahrt etwas kränkelte; aber zumindest zweimal war ich in Seattle und konnte einen kurzen Eindruck von dieser großartigen Stadt gewinnen. Wieder ein Ort mehr auf meiner Liste, wo ich unbedingt noch einmal hin will.
Südlich von Seattle liegt Tacoma, wo ich auch einen halben Tag verbracht habe. Hier fand ich eine schön renovierte Altstadt und mehrere ausgezeichnete Museen; das Wetter (ist ja leider in der Gegend etwas unbeständig) hat an dem Tag nicht ganz so grandios mitgespielt, darum gibt es hier nicht ganz so viele Bilder.
Nachdem ich in den letzten 6 Tagen ziemlich viel unterwegs war (San Jose, Knoxville, Zürich, München), kehrt diese Woche etwas Ruhe ein. Gelegenheit, noch ein paar Einträge hochzuladen, die ich eigentlich schon vor langer Zeit online stellen wollte.
Am Donnerstag vor 2 1/2 Wochen, als ich von meiner Tour zurückgekommen war, bin ich noch einmal mit Chrissi, Nici, Simon und Nils nach San Francisco gefahren - bzw. geschlichen, da wir wieder mal über lange Distanz im Stau standen. Doch unsere Geduld zahlte sich vielfach aus, spätestens als wir am Fuße des Coit Towers diesen unglaublich kitschigen, rosaroten Sonnenuntergang erleben durften - neben Columbus-Statue und der obligatorischen amerikanischen Flagge, die im Abendwind flatterte, und inklusive einem überraschenden Feuerwerk. Ich konnte Chrissi nur recht geben, die angesichts dieser Szenerie ungläubig-begeistert meinte: “… wie in einem schlechten Film …”
Simon hat mit seiner Spiegelreflex-Kamera ein paar fantastische Bilder gemacht und mir netterweise zugeschickt: