Nächste Reisen
Johannes Kling is in Edinburgh until September 9th.
Ein Zettel mit dieser Aufschrift hing vor einiger Zeit an meiner Tür - darin wurde ich informiert, daß in meinem Apartmentkomplex eine Nachbarschaftswache existiert, der ich mich gerne anschließen kann. In letzter Zeit versucht man hier offenbar den Sicherheitsaspekt herauszustreichen. Was ja an und für sich löblich ist, wenn man davon absieht, daß ich mich hier in einer sehr sicheren Gegend wähne. Es gehört offenbar für jede Apartmentverwaltung zum guten Ton, ihre Mieter - mehr oder weniger effektiv - von der Außenwelt abzuschotten. Und genau das ist der Punkt, denn der Sinn mancher Maßnahme bleibt mir verschlossen. So wird bereits am späten Nachmittag das Tor zum Parkplatz vor meinem Haus geschlossen. Und mit “geschlossen” meine ich richtig zugesperrt, denn im Gegensatz zu anderen Apartmentsiedlungen handelt es sich hier nicht um ein automatisches Tor, das nur Anwohner öffnen können, sondern um eine massive Kette mit Vorhängeschloß.
Am Samstag abend kamen wir dann in Cave City, Kentucky, an und mieteten ein Zimmer in einem Super8-Motel. Das war auch nicht teurer als das Day’s Inn in Chicago, aber dafür wesentlich schöner und auch sauberer.
Am nächsten Tag ging’s dann in den Mammoth Cave National Park, das weltweit größte bekannte Höhlensystem. Von den insgesamt 365 kartierten Meilen sind wir allerdings nur vier abgegangen. Das war gemütlicher als ich mir vorgestellt hätte - der komplette Weg kann von festinstallierten Lampen beleuchtet werden, die beim Passieren eingeschaltet werden. Da der Pfad seit Jahrzehnten von Besuchergruppen ausgetreten wird, ist der ehemals lockere Schutt inzwischen hart und wirkt fast wie betoniert; alle paar Minuten gabs einen Rastplatz, oft sogar mit Toiletten und an einem Rastplatz kann man sich sogar Essen kaufen - wenn man nicht einmal 4 Stunden ohne Nahrung durchhält.
Obwohl also nicht wirklich körperlich fordernd, war das jedoch eine interessante und spannende Erfahrung. Unvergesslich ist mir vor allem der Moment, als der Ranger alle Lampen ausschaltete und es für einige Momente stockdunkel und absolut still war.
Meine Kamera ist zwar nicht wirklich geeignet für Nachtaufnahmen, aber ein paar von Christians Bildern sind was geworden - so kriegt man zumindest einen gewissen Eindruck:
Über Thanksgiving und das darauffolgende Wochenende waren Sebastian, Christian und ich auf einm Kurztrip in Chicago. Die “Windy City” machte ihrem Namen alle Ehre: es war ziemlich frisch bis saukalt. (Ganz im Gegensatz zu Tennesse, wo es tagsüber noch angenehm mild bis warm ist.
Zugegeben, ich hatte es schon vor Ewigkeiten angekündigt. Aber jetzt ist mein Blog endlich online. Hier werde ich in Zukunft regelmässig über die wichtigen - und weniger wichtigen - Dinge in meinem Leben berichten. Wenn möglich, sogar mit Bildern und in Farbe.