Seattle und Tacoma

Posted on June 1, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Das am Pudget Sound gelegene Seattle war die letzte Station meiner Westküsten-Tour.

Ich hatte nicht ganz so viel Zeit für die Stadt, wie ich mir gewünscht hätte, da ich kurz nach der zweitätigen Hinfahrt etwas kränkelte; aber zumindest zweimal war ich in Seattle und konnte einen kurzen Eindruck von dieser großartigen Stadt gewinnen. Wieder ein Ort mehr auf meiner Liste, wo ich unbedingt noch einmal hin will. :-)

Südlich von Seattle liegt Tacoma, wo ich auch einen halben Tag verbracht habe. Hier fand ich eine schön renovierte Altstadt und mehrere ausgezeichnete Museen; das Wetter (ist ja leider in der Gegend etwas unbeständig) hat an dem Tag nicht ganz so grandios mitgespielt, darum gibt es hier nicht ganz so viele Bilder.

San Francisco Sunset

Posted on by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Nachdem ich in den letzten 6 Tagen ziemlich viel unterwegs war (San Jose, Knoxville, Zürich, München), kehrt diese Woche etwas Ruhe ein. Gelegenheit, noch ein paar Einträge hochzuladen, die ich eigentlich schon vor langer Zeit online stellen wollte.

Am Donnerstag vor 2 1/2 Wochen, als ich von meiner Tour zurückgekommen war, bin ich noch einmal mit Chrissi, Nici, Simon und Nils nach San Francisco gefahren - bzw. geschlichen, da wir wieder mal über lange Distanz im Stau standen. Doch unsere Geduld zahlte sich vielfach aus, spätestens als wir am Fuße des Coit Towers diesen unglaublich kitschigen, rosaroten Sonnenuntergang erleben durften - neben Columbus-Statue und der obligatorischen amerikanischen Flagge, die im Abendwind flatterte, und inklusive einem überraschenden Feuerwerk. Ich konnte Chrissi nur recht geben, die angesichts dieser Szenerie ungläubig-begeistert meinte: “… wie in einem schlechten Film …”

Simon hat mit seiner Spiegelreflex-Kamera ein paar fantastische Bilder gemacht und mir netterweise zugeschickt:

Sequoia & King’s Canyon National Park

Posted on May 13, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Heute habe ich mir im Sequoia National Park die weltbekannten Riesenbäume angeschaut, unter anderem den größten Baum der Welt, den General Sherman Tree. Auf dem Moro Rock Trail - unterwegs zu dem gleichnamigen Aussichtsfelsen - bin ich dann unvermittelt drei Bären begegnet - offenbar einer Mutter mit zwei (schon etwas älteren) Jungen. Mama Bär fühlte sich offenbar glücklicherweise nur mäßig bedroht - es gab ja genug Ausweichmöglichkeiten und nach einem warnenden Schnauben ihrerseits zog ich mich auch respektvoll noch weiter zurück, ließ es mir aber nicht nehmen, die Viecher aus der Ferne abzulichten. Ansonsten kümmerten sich die Bären nicht groß um mich und machten sich weiter an den Abstieg.

Auf dem Rückweg fuhr ich dann noch durch den etwas nördlich gelegenen Zwillingspark King’s Canyon und kam schließlich am Abend wieder wohlbehalten in Palo Alto an. Am 16. Mai geht es weiter nach Seattle, WA.

Salzseen, Canyons & Geisterstädte: Mit dem PT Cruiser durch das Tal des Todes

Posted on May 12, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

OK, bessere Bremsen und Beschleunigung würde ich mir bei meinem Mietauto manchmal schon wünschen; ganz zu schweigen von dem nicht vorhandenem Tempomaten, nach dem mein Bleifuß bei den stundenlangen Fahrten auf leeren Highways irgendwann sehr nachdrücklich verlangt. Aber davon abgesehen bin ich sehr zufrieden mit meinem PT Cruiser: er ist wendig und im Death Valley hat der häßliche kleine Kerl sogar eine gewisse Geländetauglichkeit unter Beweis gestellt. Und vor allem: Er hat eine Klimaanlage und die hätte ich heute wirklich nicht missen wollen.

Rhyolite

Diese Geisterstadt befindet sich kurz vor dem Eingang ins Death Valley durch das “Hell Gate” am nordöstlichen Rand. Eigentlich ist Rhyolite nur eine Ansammlung von einem knappen Dutzend Ruinen, die kommentarlos in der Gegend herumstehen. Wenn man sich aber vor Augen führt, daß dies zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine 10.000-Einwohner-Stadt war, auf deren Güterbahnhof Edelmetalle aus den nahe gelegenenen Minen verladen wurden, dann ist der Unterschied doch ziemlich eindrucksvoll. So erfolgreich war die Stadt übrigens nur 6 Jahre lang, dann war es mit dem Goldrausch wieder vorbei, die Bewohner zogen in Massen weg und die Häuser verfielen nach und nach - mit dem heutigen Ergebnis.

Keane Wonder Mine

Eine weitere Perle für die Liebhaber von Ruinen (zu denen - man merkt es wohl - auch ich gehöre): Die Keane Wonder Mine liegt unweit von Rhyolite und ist benannt nach einem der beiden ersten Besitzer, der nach acht Jahren erfolglosen Schürfens durch schieres Glück auf eine Goldader stieß. Von 1903 bis 1916 wurde dort Gold, Silber und Blei im Wert von etwa 700.000 bis 1.000.000 $ gefördert. Der Namensgeber Mr. Keane verkaufte übrigens seine Ansprüche für insgesamt 45.000 $ und kehrte nach Irland zurück, wo er einen Mord beging und für 17 Jahre ins Gefängnis ging. Bad luck.

Dante’s View

Dante’s View ist eine Bergspitze, zu der man mit dem Auto fahren kann. Schon auf dem Parkplatz ist das Panorama, unter anderem der Blick auf einen Salzsee namens Badwater Basin, spektakulär. Ich habe mir die Mühe gemacht, noch ein bißchen weiter auf dem Kamm nach Süden zu wandern und es nicht bereut, denn die Aussicht wurde während der Wanderung sogar noch besser. Zur Mittagszeit war das genau die richtige Untenehmung denn da oben war es auch noch erfrischend kühl - und das ohne Klimaanlage. :-)

Golden Canyon

Sanddünen bei Stovepipe Wells

Grand Canyon (Teil 2), Hoover Dam und Vegas

Posted on May 11, 2008 by Johannes.
Categories: Sonstiges.

Grand Canyon

Heute morgen bin ich noch einmal am Grand Canyon spazierengegangen, diesmal mit einsatzbereiter Kamera. Trotzdem: irgendwie werden diese Bilder dem realen Eindruck überhaupt nicht gerecht. Und das kann ich ausnahmsweise mal nicht auf die miese Kamera schieben, Man muß wirklich einmal selber dort gewesen sein.

Hoover Dam

Auf dem Weg nach Las Vegas passierte ich dann den Hoover Dam, wo sich der Verkehr naturgemäß ziemlich lang gestaut hat. Eine Amerikanerin, die neben mir die Aussicht bewunderte und - wie hier ja allgemein so üblich - sofort spontan eine Unterhaltung begann, erzählte mir einige interessante Dinge: Daß man mit dem verbauten Beton zweimal einen Highway von LA nach New York hätte bauen können etwa.

Dieselbe Amerikanerin erklärte auch, daß sie zur Hälfte deutsche und zur Hälfte irische Vorfahren habe und daß in ihrem Heimatstaat Wisconsin sich überhaupt viele Deutsche niedergelassen haben – auch, weil die Gegend dort angeblich Deutschland sehr ähnlich sei. Da ich nie in Wisconsin war, kann ich das schlecht verifizieren, habe mir aber vorgenommen, das bei Gelegenheit mal zu überprüfen. (Sie war übrigens auch noch nicht in Deutschland, will aber – wie so ziemlich jeder, mit dem ich mich unterhalte – unbedingt einmal dort hin).

Las Vegas

A propos gute Vorsätze: In Vegas bin ich dann am Nachmittag nur einmal den Strip hoch und runter gefahren, habe angesichts der Architektur einen hysterischen Lachanfall bekommen (nicht ganz ungefährlich beim Autofahren) und mich dann schleunigst wieder davon gemacht. Man soll jetzt aber bloß nicht denken, daß Vegas mir nicht gefalle. Ganz im Gegenteil: Ich will dort unbedingt noch mal hin! Nur glaube ich, daß Vegas am meisten Spaß macht, wenn man viel Geld und Zeit übrig hat; da aber mein Budget mit den ständigen Übernachtungskosten und vor allem der Tankerei (heute schon wieder zwei Tankfüllungen) doch ziemlich strapaziert wird, lasse ich Las Vegas fürs Erste aus und nehme es dafür auf meine Liste der definitiven zukünftigen Wunschurlaubsziele auf.

Mojave Desert und Grand-Canyon-Teaser

Posted on May 10, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Auch wenn die gestrige Fahrt durch die Mojave-Wüste (durch Kalifornien, Nevada und Arizona) ziemlich aufreibend war, ist es doch ein Erlebnis, stundenlang auf schnurgerader Strecke durch die Einöde zu flitzen. Nach einer relativ kurzen nächtlichen Pause habe ich es dann heute morgen zur Dämmerung (und ohne eines von den hinterlistig im Nationalpark am Wegesrand lauernden Rehen zu überfahren) zum Grand Canyon geschafft. Schon allein der Sonnenaufgang über dem Canyon war die Tortur wert. Nur dummerweise verabschiedeten sich die Akkus meiner Kamera schon nach dem vierten Bild und da meine Billigkamera in der Dunkelheit eh Probleme hat, sehen diese vier Bilder auch noch nach gar nichts bzw. fiesen Pixelorgien aus. Nennen wir es also einfach einen Teaser für kommende Bilder: Das dunkle grobkörnige Ding sieht mit mehr Licht recht eindrucksvoll aus. :-D Jedenfalls: Sonnenaufgang über dem Grand Canyon muß man mal gesehen haben, und zwar eh am besten live.

Später am Vormittag war ich dann noch entlang des Rim wandern (Höhenangst macht den Grand Canyon irgendwie noch aufregender) und heute nachmittag habe ich mich dann nach Flagstaff im Süden (wo man billiger übernachten kann als direkt am Nationalpark) zurückgezogen, um mich noch ein bißchen von der gestrigen und morgendlichen Fahrt zu erholen und Energie für morgen zu sammeln.

Morgen vormittag geht es dann nochmal zum Grand Canyon und dann - der Akku wird gerade aufgeladen - werde ich auch ein paar beleuchtete Bilder nachliefern (wie gesagt, natürlich kein Vergleich zur Realität); am Nachmittag will ich dann Vegas passieren (zumindest durchgefahren muß man ja mal sein) und vielleicht schaffe ich es morgen abend ja noch bis Beatty kurz vor dem Death Valley National Park.

La Purisima Mission State Park und Santa Barbara

Posted on May 9, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

La Purisima Mission

Panorama view

Heute gegen Mittag habe ich eine Pause in einem Historic State Park namens “La Purisima Mission” in der Nähe von Lompoc eingelegt. Die Mission wurde im 20. Jahrhundert vom CCC (nicht dem Chaos Computer Club, sondern dem Civilian Conservation Corps) wiederaufgebaut und liegt sehr beschaulich im Landesinneren. Die Gelegenheit nutzte ich auch, um einmal etwas länger aus dem Auto zu kommen und in den nahen Hügeln wandern zu gehen - was ungewohnt anstrengend war, da der Boden im Park mehr aus Sand besteht als festem Untergrund.

Santa Barbara

Am nachmittag bin ich dann in Santa Barbara angekommen; morgen will ich nördlich von LA nach Osten schwenken und die Küste fürs Erste hinter mir lassen. Zu schade, denn Santa Barbara - wenn auch furchtbar überteuert - ist sehr nett und hat spektakuläre Strände; den Abschied vom Pazifik macht jedoch die Aussicht leichter, daß ich auf dem Weg nach Seattle wieder entlang der Küste fahren will.

Südkalifornien: Carmel-by-the-sea und Big Sur

Posted on May 8, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Eigentlich hatte ich ja vor, mich schon gestern morgen auf meine Reise über Südkalifornien Richtung Grand Canyon, das Death Valley und den Yosemite National Park zu machen. Auf ungute Weise mußte ich feststellen, daß East Palo Alto für Autofahrer keine allzu gute Gegend ist - böse Gangsta hatten mir in der Nacht das Navigationssystem aus dem Handschuhfach geklaut. Das allein wäre ja noch zu verkraften gewesen, aber um an das Handschuhfach zu kommen, hatten die Übeltäter natürlich den direkten Weg durch das Seitenfenster genommen. “Jerks” meinte die Lady von der Autovermietung immer wieder und ich kann ihr da nur zustimmen, denn das Austauschen des Wagens hat mich einen ganzen Tag gekostet und jede Menge Nerven. Immerhin bin ich versichert und muß die Scheibe nicht bezahlen; die 7 Dollar mehr pro Tag haben sich also schon ausgezahlt.

Carmel-by-the-sea

Doch heute morgen ging es dann los; erste Station war Carmel-by-the-sea. Der Ort, südlich von Monterey gelegen, hat nichts mit Höckertieren zu tun, sondern ist eine ehemalige Künstlercommunity, die den üblichen Weg von einer alternativen, angesagten Rückzugsort der Bohéme zu einem exklusiven, etwas spießigen Örtchen hinter sich hat. Immerhin legen die Anwohner (mit Ausnahmen, siehe die Gallerie) Wert auf eine etwas reduziertere Ästhetik: Neonreklamen, überdimensionale Anzeigetafeln und fliegende Händler, wie man sie in Monterey sieht, sind hier verpönt.

The Big Sur

Kurz hinter Carmel-by-the-sea beginnt dann der Big Sur, eine 130 Meilen lange Küstenstraße, die sich in schier endlosen Serpentinen dahinzieht - das ist so ziemlich genau das, was man sich gemeinhin unter Kalifornien vorstellt; die Aussicht ist wirklich atemberaubend. Da ich alle paar Meter einen Vista Point mit jedes Mal überwältigendem Panorama passierte, bin ich nur langsam vorangekommen. Wer einmal in Kalifornien ist, dem kann ich den Big Sur nur ans Herz legen, es lohnt sich wirklich - selbst bei so wechselhaftem Wetter, wie ich es heute hatte.

Jetzt sitze ich gerade in einem Motelzimmer in der Nähe von San Simeon, klopfe mir den Sand aus den Schuhen und versuche, trotz mieser Internet-Verbindung Bilder hochzuladen. Außerdem plane ich meinen weiteren Trip: Morgen will ich Santa Barbara im Süden passieren und mache mich von dort aus nach Osten Richtung Vegas auf (auf der I-40, die ich schon aus Knoxville kenne). Weitere Bilder und Berichte folgen also, sobald ich es schaffe, wieder online zu gehen.

Monterey

Posted on May 5, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Panorama vom Blick auf den Pazifik

Am Sonntag war ich mit Chrissi, Nicci, Gregor und Alena in dem etwa 1,5h entfernten Monterey. Das ist ein ehemaliger Fischerei-Ort, der inzwischen zu einer überdimensionalen Touristenfalle ausgebaut wurde. Jeder zweite Postkartenladen oder Abfalleimer ist nach John Steinbeck benannt (dessen Buch “Cannery Row” in der gleichnamigen Straße in Monterey spielt). Es gibt Straßenhändler, die Kunst verkaufen (als “Art” geht, glaube ich, in den USA alles durch, was nicht industriell gefertigt wurde) und natürlich auch ein “Bubba-Gump-Shrimp“-Restaurant. Es steht wohl außer Frage, wo wir als gut erzogene deutsche Touristen zum Essen waren. :-)

San Francisco

Posted on May 4, 2008 by Johannes.
Categories: Unterwegs.

Pier-39: Panorama

Am Mittwoch abend bin ich in Palo Alto angekommen, wo ich Chrissi und ihre Mitbewohnerin Nicci besuche. Am ersten Abend waren wir schon am Strand (an der Half Moon Bay). Bemerkenswerterweise kann es hier in Kalifornien - gerade abends und nachts - saukalt werden, irgendwie waren meine Vorstellungen von dauerheißem Baywatch-Klima nicht ganz zutreffend. In San Francisco habe ich natürlich das übliche Touristenprogramm absolviert - die Golden Gate Bridge überquert (per pedes), Pier 39 besucht, Cable Car gefahren, nur Alcatraz habe ich mir gespart. Heute nachmittag geht es dann nach Monterey; für Bildernachschub in den nächsten Tagen ist also gesorgt. :-)